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"Lasst uns die Feindbilder auf beiden Seiten einreißen"

Ein Plädoyer für Besonnenheit, Differenzierung und Dialog - Kraftanstrengung von Muslimen und Juden ist jetzt gefordert - Von Muhammad Sameer Murtaza

 

Ich möchte mit drei Feststellungen beginnen:
(1) Die Abriegelung des Gaza-Streifens ist ein klarer Bruch des Völkerrechts. Keine Regierung der Welt besitzt das Recht, Menschen auf Dauer einzusperren. Diese Politik wird von der internationalen Gemeinschaft nicht mehr gedeckt. Auch hat der geplante Bau von 1.600 Wohneinheiten im annektierten Ostjerusalem und der unaufhörliche Siedlungsbau im Westjordanland, der inzwischen als "natürliches Wachstum" bezeichnet wird, Israel zu einem einsamen Staat werden lassen.
(2) Weltweit empfinden Muslime Wut und Empörung über das, was ihren Glaubensgeschwistern in Palästina angetan wird. Demütigung birgt die Gefahr blinder Gewaltbereitschaft. Es gibt einen kausalen Zusammenhang zwischen den Ereignissen in Palästina und den verwerflichen weltweiten Anschlägen auf jüdische Einrichtungen wie Schulen oder Synagogen. Fatalerweise unterscheiden Muslime in der Regel nur unzureichend zwischen den Handlungen des israelischen Staates als politischem Akteur und der jüdischen Religion.
(3) Der Nahost-Konflikt hat tiefe Spuren im beiderseitigen Denken hinterlassen. Auf Seiten von Muslimen wie auch Juden sind Feindbilder entstanden, die einen Tunnelblick verleihen. Das Einsickern europäischen antisemitischen Gedankenguts in das muslimische Denken im Zuge des Palästinakonfliktes erfolgte in zwei Schritten. In der ersten Phase wurden europäische antisemitische Themen und Anklagen (z.B. durch Übersetzung antisemitischer Fälschungen wie Die Protokolle der Weisen von Zion) absorbiert. In der zweiten Phase wurden diese Themen durch islamische Ideologen wie Sayyid Qutb assimiliert, verinnerlicht und schließlich dem Islam übergestülpt. Ein gutes Beispiel hierfür ist Qutbs Schrift Ma'rakatuna ma'a l-Yahud (Unser Kampf mit den Juden). Dieser islamisch verbrämte Antisemitismus hat die gegenwärtige muslimische Sichtweise auf das Judentum stark beeinflusst.

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"Wir können nicht immer warten"

Der Kirchenkritiker erklärt, warum er die katholische Kirche trotz allem liebt, Joseph Ratzinger ein Feind der Moderne ist und selbst zwar die Schlacht, aber nicht den Krieg verloren hat.

taz: Herr Küng, kann man heute eigentlich noch Mitglied einer Kirche sein, beispielsweise der katholischen?

Hans Küng: Ja. Und ich bin es auch nach wie vor aus Überzeugung. Aber nicht, um der Hierarchie zu dienen, sondern den Menschen.

taz: Sie haben 30 Jahre Kampf gegen die Hierarchie hinter sich. Sind Sie dieses Kampfes nicht langsam müde?

Küng: Im Gegenteil, es ist immer wieder neu spannend.

taz: Spannend?

Küng: Ja, denn zurzeit leben wir in einer Wende, die ich lange erwartet habe. Eine Wende, die neue Möglichkeiten eröffnet, wie sie im Zweiten Vatikanischen Konzil vor bald 50 Jahren angelegt wurden, nämlich die Kirche näher an das Evangelium zu bringen und sie so von der Starrheit und der Lebensferne zu befreien.

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Die Religion als Ressource

Die Wirtschaft wird auch vom Glauben ihrer Akteure geprägt. Religionen sind, so zeigt es eine Tagung in Bonn, kein ökonomischer Störfaktor. Sie dienen vielmehr als Mittel zur Selbstdisziplin und Entlastung von einer allzu diesseitigen Fixierung auf Erfolg.

von Frank Wiebe

BONN. Der Prophet Mohammed weigerte sich, das Totengebet zu sprechen, bevor die Familie eines Verstorbenen seine Schulden beglichen hatte. An diesem Beispiel machte Michael Saleh Gassner auf einer Tagung des Deutschen Netzwerks für Wirtschaftsethik deutlich, worum es beim Zinsverbot der Scharia, der islamischen Rechtslehre, geht. Kredite seien erlaubt, zum Beispiel in Form von Zahlungsaufschub, sagte Gassner, der als Berater im Bereich des „Islamic Banking“ arbeitet. Die Scharia wolle aber verhindern, dass Finanzgeschäfte losgelöst von der realen Wirtschaft getätigt und Schulden – wie in der aktuellen Krise – zu einer erdrückenden Last werden.

Auf der Bonner Tagung „Religion: Störfaktor und Ressource in der Wirtschaft“ wurde vor allem der positive Beitrag betont, den Religion leisten kann: als Mittel zur Selbstdisziplin, Quelle der Inspiration, Grundlage für kontrollierende Normen, aber auch als Entlastung von einer allzu diesseitigen Fixierung auf Erfolg. Dabei zeigte sich, dass die verschiedenen Religionen ähnliche Ziele verfolgen, aber sehr unterschiedliche Mittel haben. Der Islam setzt auf klare Regeln wie das Zinsverbot, steht aber ansonsten wirtschaftlichem Geschehen positiv gegenüber.

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"Sympathien für den Menschen Joseph Ratzinger"

Vergebene Chancen zeichnen das Pontifikat Benedikts XVI. aus. Kirchenkritiker Hans Küng erklärt, weshalb die Kirche eine neue Reformpolitik braucht, die auch Laientheologen ordiniert. Das Petrusamt wird nicht fallen, der päpstliche Absolutismus hingegen schon.

Im Gespräch mit Hans Küng

The European: Sie haben in einem offenen Brief die Bischöfe aufgefordert, dem Papst die Treue aufzukündigen und sich regional auf Lösungen, zum Beispiel der Zölibatsproblematik zu verständigen. Warum?

Küng: Es ist falsch zu sagen, dass ich die Bischöfe aufgefordert habe, dem Papst die Treue zu kündigen. Im Gegenteil, sie sollen dem Papst die Treue halten, aber sie sollen gleichzeitig Kritik offen aussprechen. Das war meine erste Bitte an die Bischöfe. Die zweite Bitte war: Sie müssen Reformen in der Kirche durchsetzen. Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen und Gott und dem Evangelium mehr als dem Papst.

The European: Im Moment entsteht der Eindruck, die katholische Kirche hätte mit Benedikt XVI. den schlimmsten Papst seit Jahrhunderten. Wer die Kirchengeschichte kennt, kann dem kaum zustimmen.

Küng: Ja, das wäre völliger Unsinn. Es gab Päpste, vor allem im 10. Jahrhundert und in der Renaissance, die man als unmoralisch, ja verbrecherisch bezeichnen muss. Papst Benedikt mit diesen auch nur ansatzweise zu vergleichen ist völlig unstatthaft. Das schließt aber nicht aus, dass man aus Papst Benedikts bisherigem Pontifikat eine kritische Bilanz ziehen muss.

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Die Geburt von Moral und Recht nach Tora und Qur'an


Das westliche Vermächtnis

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„Betrachten Sie sich einmal eine Karte des Irak und vergleichen Sie diese mit einer Karte von Deutschland. Nun blicken Sie bitte auf Syrien und die Nordgrenze Saudi-Arabiens [...], auf Ägypten, Libyen, Algerien, Mauretanien und Sie werden aus dem Staunen nicht herauskommen. Verglichen mit unserem Deutschland scheinen die Landesgrenzen geradezu mit Bleistift und Lineal gezogen worden zu sein. Es scheint nicht nur so, es ist auch so.“

Mit diesen Worten stimmt der Autor Muhammad Sameer Murtaza in seinem Vorwort zur mittlerweile vierten Auflage den Leser auf sein Werk „Lawrence von Arabien und die Neugestaltung des Nahen Ostens“ ein. Schnell wird klar: Dieses Buch handelt nicht nur einfach von der Biographie einer berühmten geschichtlichen Person, sondern auch zugleich von den Ursprüngen des heutigen Nahostkonfliktes.

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Interview mit Murad Hofmann

Der ehemalige Diplomat gilt als profilierter Vertreter des deutschen Islam

Dr. Murad Wilfried Hofmann, geboren 1931, promovierter Volljurist, arbeitete 33 Jahre im diplomatischen Dienst, zuletzt als Botschafter in Algerien und Marokko. Er konvertierte 1980 zum Islam, vollzog mehrfach die Pilgerfahrt nach Mekka. 1983-1987 war er Informationsdirektor der NATO. 1992 erschien „Der Islam als Alternative“, das auch in der islamischen Welt großen Anklang findet und in zahlreiche Sprachen (mehrere arabische Auflagen) übersetzt worden ist. 1996 folgte „Reise nach Mekka“, 1999 erschien die von ihm überarbeitete Ausgabe der deutschen Qur’an-Übersetzung von Max Henning, im Jahre 2000 folgte „Der Islam im 3. Jahrtausend“. Als vielgefragter Vortragsredner bereist er heute Westeuropa, die USA und die islamische Welt.

Islamische Zeitung: Herr Hofmann, Sie leben hier in Aschaffenburg, wie auch in Istanbul. Wo ist es für den weitgereisten Diplomaten am schönsten?

Murad Hofmann: Im Sommer lebe ich in der Türkei, im Winter in Deutschland, denn ich möchte mich darauf verlassen können, dass Sommer und Winter tatsächlich stattfinden, was im sommerlichen Deutschland oft nicht der Fall ist. In Deutschland ist der Winter verlässlicher, zwar auch kälter, aber hier funktioniert alles.

Islamische Zeitung: Wie sehen Sie momentan die Lage in Istanbul, den Alltag?

Murad Hofmann: Ich würde sagen, die Türkei befindet sich nicht nur in einer Wirtschaftskrise, sondern in einer politischen Krise, man kann sogar sagen in einer Staatskrise! Als ich meine (türkische) Frau heiratete, vor 25 Jahren, war das Verhältnis der Lira zur D-Mark 1:14. Und jetzt ist es 1:623000. Ich bin davon überzeugt, dass man den Adhan abschaffen will. Das aber stufenweise. Zunächst hieß es, man will den Adhan zentral steuern, dass also alle Moscheen angeschlossen sind an einen Punkt, von dem aus dann gleichzeitig der Adhan ausgerufen wird. Das sei doch ein Fortschritt im Sinne von Qualität des Muadhin, gleichzeitig setzt man Tausende Muadhins auf die Straße. Und jetzt hat man offenbar in Fatih zunächst mal 65 Moscheen den Adhan mit Lautsprecher verboten, mit der Begründung, es gäbe zu viele Moscheen, es sei ein Durcheinander. In Fes gibt es 330 Moscheen. Wenn die gleichzeitig zum Gebet rufen ist dieses Durcheinander ein Konzert, es ist fabelhaft! Da steigt der Adhan wie aus dem Tal hoch, man meint, man könnte ihn greifen. Das nächste wird natürlich sein, da wird es eine elektrische Panne geben, dann wird der Gebetsruf mal ein paar Tage nicht zu hören sein, weil in der Zentrale ein Ausfall war, so wird man das machen.

 

Islamische Zeitung: Der Begriff Euro-Islam macht die Runde - Ihr Kommentar?

Murad Hofmann: Dieser Begriff wird vor allem benutzt von Bassam Tibi und dessen Art von „Islam“ möchte ich nun wirklich nicht. Ich habe ihn bisher deshalb nicht benutzt, weil ich immer den Eindruck hatte, dass die Leute, die bisher davon sprachen, unter Euro-Islam, sehr viel Euro und sehr wenig Islam verstanden. Das heißt aber nicht, dass nicht auch ich davon ausgehe, dass der Islam in jedem Land, in dem er sich verbreitet, eine lokale Kolorierung haben wird. Wenn ich an den Islam in Amerika denke - dessen Aussichten mich besonders hoffnungsfroh stimmen - da kommt in den Islam dort das Afroamerikanische, die ganze Vitalität, die Glaubensintensität der Schwarzen hinein. Dann gibt es in Amerika eine sehr hohe intellektuelle Komponente, weil fast alle amerikanischen emigrierten Muslime als Studenten gekommen sind. Das heißt, der Akademikeranteil in der amerikanischen Ummah ist höher als in jeder anderen Religion. Also jeder fünfte Arzt in Amerika ist ein Muslim. Und viele von denen haben sich als Studenten gegenseitig versprochen, 10% ihres Einkommens jeweils für den Islam auszugeben. Und in Amerika Arzt sein, heißt Millionär sein. Ich war gerade jetzt im September kurz vor dem schlimmen Ereignis in Chicago, bei dem ISNA-Treffen, da kamen 33000 amerikanische Muslime, von denen weit über die Hälfte Jugendliche unter 24 Jahren waren. Von denen waren wiederum die Mehrheit Frauen. Da gab es einen Vortrag, den ich halten sollte, bei einem trilateralen Treffen - Juden, Christen, Muslime - und das Einladungskomitee hatte 20 Muslime, von denen waren 19 Ärzte. Dass natürlich in einer solchen Umgebung ein amerikanischer Islam entsteht, mit einer intellektuelleren Komponente ist ja ganz selbstverständlich.

Islamische Zeitung: Wie war Ihre spontane Reaktion auf die Bilder des 11. September?

Murad Hofmann: Mein aller erster Eindruck war, ich dachte tatsächlich das sind Kamikaze, das sind Japaner, die sich rächen wollen für Nagasaki und Hiroshima. Aber dann, nach kurzer Zeit war die Lage schon klar und dann sagte ich nur: „Allah schütze Deine Muslime.“ Wir hätten uns von Usama bin Laden früher distanzieren sollen. Also ich hatte von Al-Qaida nie gehört, aber von Usama bin Laden hatte man hören können. Ein Muslim darf ja einem anderen nicht absprechen, Muslim zu sein und deshalb geht das auch bei Bin Laden nicht. Er ist ein Produkt unseres Nährbodens. Der Qur’an verbietet den Selbstmord ohne jede Einschränkung. Und deshalb bin ich entsetzt, dass mehrere hochgestellte Persönlichkeiten im Islam Selbstmordattentate gerechtfertigt haben. Wir wissen, dass durch die ganze Menschheitsgeschichte manche der schlimmsten Taten mit bestem Gewissen von religiösen Menschen mit religiösen Motiven begangen wurden. Die Assasinen haben wir ja auch erlebt. Das waren Leute, die unter Haschisch gesetzt wurden, um dann Selbstmordattentate zu machen, um Leute umzubringen, wie Nizam Al-Mulk.

Islamische Zeitung: Sind Ihnen seit dem 11. September nichtmuslimische Stimmen aus dem öffentlichen Leben positiv aufgefallen?

Murad Hofmann: Ja, wie ich in der IZ gelesen habe, war ja Günther Grass sehr positiv in seiner Einstellung. Ansonsten muss ich schon sagen, dass es nach meiner Beobachtung nach dem 11. September in Amerika überhaupt keine Analyse der Ursachen gegeben hat. Das ist in Amerika bis zum heutigen Tag so. Und das hat folgenden Hintergrund: In Amerika darf man ja auch nicht etwa die Ursachen des Holocaust analysieren. Die Medien unterbinden jeden Versuch zu erklären, wie es zu dem Holocaust hat kommen können, nach der These: alles verstehen, heißt alles verzeihen. Und so kommt natürlich auch das Abwürgen jeder Analyse in Amerika Israel zugute. Man kann den 11. September nicht erläutern, nicht analysieren, ohne dabei auf Israel zu stoßen. Es wird immer wieder Bin Ladens geben solange man nicht endlich diesen Menschen Gerechtigkeit widerfahren lässt. Die Vereinten Nationen erlassen Resolutionen, die aber nur angewandt werden, wenn sie sich gegen ein islamisches Land richten, z.B. im Irak. Resolutionen, die sich zugunsten von Muslimen auswirken würden sind noch nie vollzogen worden. Kaschmir: Es sollte die Volksabstimmung schon vor 40 Jahren stattfinden! Bei Palästina und Israel ist noch keine einzige Resolution umgesetzt worden!

Islamische Zeitung: Was ist Ihr Rat für die Muslime in Deutschland, in Europa in der Zukunft?

Murad Hofmann: Also als Gefahr sehe ich, dass die Muslime jetzt sich in eine apologetische Ecke drängen lassen. Denn wir werden nur dann uns hier durchsetzen, wenn unsere Umwelt weiß, dass wir ihr etwas bieten, nicht nur betteln. Bisher sehen wir so aus, wir wollen immer was: Wir wollen einen Muezzin-Ruf und da wollen wir ein Begräbnis und da wollen wir schächten - wir wollen immer was. Und es sieht so aus, als seien wir nicht leichter glücklich und zufrieden zu machen, als wenn man uns toleriert. Wir werden erst dann wirklich akzeptiert, wenn unsere Umwelt versteht, dass wir ihr etwas zu bieten haben, was ihr bitter Not tut, weil es ihr abgeht. Und das sind all die Dinge, die den Westen auf seine Kulturkatastrophe zutreiben lassen. Viele Leute haben heute doch das Gefühl: das kann doch nicht alles sein. Das sind viele, die mit den Grünen sympathisieren, andere studieren den Islam, andere auch werden von Allah ta’ala einfach direkt angesprochen. Im Übrigen kann keine Qur’an-Übersetzung so schlecht sein, dass sie nicht doch jemanden zum Islam bringen kann. Und nach dem 11. hat die Anzahl der Konversionen nicht nachgelassen! Vor ein paar Tagen erst habe ich einen Brief bekommen von einem Diplompsychologen in Deutschland, der jetzt zum Islam übertritt.

Quelle: Islamische Zeitung 24.01.02

 

"Religionen machen sich im Alltag bemerkbar - was davon stört die Deutschen?"

Quelle: http://www.chrismon.de/Umfrage_des_Monats.php

Ob ein Bauverbot für Minarette wohl in Deutschland eine Mehrheit fände? Eher nicht. Nur ein Drittel stört sich daran. Aber: In der Metropole Berlin regt sich fast jeder Zweite (42 Prozent) über neue Gebetstürme auf. Lehrerinnen mit Kopftuch sind über 50-Jährigen (45 Prozent) ein größeres Ärgernis als den Schülern (17 Prozent), die tatsächlich mit ihnen zu tun haben. Fast jeder vierte Ostdeutsche nimmt Anstoß daran, wenn im Gerichtssaal ein Kreuz hängt. Interessant: In Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen ist das nicht anders. Und wer die Norddeutschen an der Haustür bekehren will, hat besonders schlechte Karten: 85 Prozent fühlen sich davon gestört.

Quelle: chrismon.de

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